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Die Dolchstoßlegende (auch Dolchstoßlüge) war eine von der deutschen Obersten Heeresleitung (OHL) in die Welt gesetzte Verschwörungstheorie, die die Schuld an der von ihr verantworteten militärischen Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg vor allem auf die Sozialdemokratie und andere demokratische Politiker abwälzen sollte. Sie besagte, das deutsche Heer sei im Weltkrieg „im Felde unbesiegt“ geblieben und habe erst durch oppositionelle „vaterlandslose“ Zivilisten aus der Heimat einen „Dolchstoß von hinten“ erhalten. Antisemiten verknüpften „innere“ und „äußere Reichsfeinde“ dabei zusätzlich mit dem Trugbild vom „internationalen Judentum“.
Geheimnisse der Weimarer Republik 1(3) 1918 – 1923 Schwierige Geburt
Die Weimarer Republik gilt als ein Aufbruch in die Moderne, der daran scheiterte, dass zu viele Gegner die Uhr wieder in die Vergangenheit zurückstellen wollten. Noch war das Bedürfnis in Deutschland nicht ausgebildet genug, das politische Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Was diese Phase zwischen 1918 und 1933 an turbulenten Entwicklungen bereithielt, das zeichnet in ZDFinfo die neue dreiteilige Doku-Reihe "Geheimnisse der Weimarer Republik" nach – von der "schwierigen Geburt", über den "schönen Schein" bis zum "Weg in den Abgrund".
1918 wurde die erste deutsche Demokratie gegründet – die Weimarer Republik. Unter schwierigen Vorzeichen machte sie ihre ersten Schritte, taumelnd wie ein Kleinkind. Wie ein roter Faden zog sich ein unheilvolles Prinzip durch die Weimarer Republik: drei Schritte vor, zwei zurück. Auf Fortschritt folgte immer wieder ein Rückschritt.
Während nach dem Ende des Ersten Weltkriegs noch um das richtige Herrschaftssystem gerungen wurde, ging bereits der Streit los: Wer war schuld am verlorenen Krieg? Hatte die Oberste Heeresleitung unter den Generälen Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff die Verantwortung oder die neue SPD-geführte Regierung unter Friedrich Ebert? Es begann ein Kampf um die Deutungshoheit mit allen Mitteln: Es wurde von Anfang an verschleiert und gelogen, zudem wurden Verschwörungstheorien mit drastischen Folgen verbreitet.
Geheimnisse der Weimarer Republik 2(3) 1924 – 1929 Schöner Schein
Von 1924 bis 1929 konnte die Weimarer Republik noch einmal Luft holen. Die Einführung der Rentenmark vertrieb das Gespenst der Inflation. Die Reparationen wurden im Dawes-Plan gemindert.
Die Wirtschaft florierte und die Politik war bei allen Anfeindungen der Republikgegner relativ stabil. Reichspräsident Friedrich Ebert hielt im Berliner Lustgarten eine Rede vor Ehrenformationen der Reichswehr und warb für Toleranz.
1925 kehrte Deutschland auf die internationale Bühne zurück. Außenminister Stresemann verhandelte in Locarno. In den Verträgen von Locarno schrieben Deutschland und die Alliierten die durch den Versailler Vertrag neu gezogenen Grenzen fest. 1926 wurde Deutschland in den Völkerbund aufgenommen. Gustav Stresemann und der französische Außenminister Aristide Briand erhielten im gleichen Jahr den Friedensnobelpreis.
Geheimnisse der Weimarer Republik 3(3) 1929 – 1933 Der Weg in den Abgrund
Die Phase der relativen Stabilität endete 1929 jäh mit dem Crash an der New Yorker Börse, der sich zur Weltwirtschaftskrise ausweitete.
Amerikanische Kredite wurden zurückgerufen. Es kam zum Bankencrash. Schlangen aufgeregter Menschen sammelten sich vor den Banken und forderten die Auszahlung ihrer Ersparnisse. Die Wirtschaft brach zusammen, die Arbeitslosigkeit stieg. Die Straßen wimmelten von Menschen, die Arbeit suchten.
Man könnte sagen, dass die Extremisten die Republik so lange sturmreif schossen, bis auch die Mehrheit der Deutschen für ein autoritäres Durchgreifen war und mehrheitlich die NSDAP und andere extremistische Parteien wählte.
Dokumentarspiele
Vom Reich zur Republik: Gewaltfrieden 1(2)
Herbst 1918: Deutschland hat den Ersten Weltkrieg verloren. Der Frieden muss geschlossen werden, doch zu welchem Preis? Bernd Fischerauer inszensiert die bewegende Zeit nach Originaldokumenten als zweiteiliges Dokumentarspiel.
Das auf Originaldokumenten - zum Beispiel Tagebüchern und Protokollen - basierende, zweiteilige Dokumentarspiel spannt einen weiten Bogen: Er reicht vom Waffenstillstandsabkommen und dem Kieler Matrosenaufstand im November 1918 über die Ermordung der Marxisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Januar 1919 bis hin zur Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags im Juni desselben Jahres, der in Deutschland von vielen als ein von den Siegermächten oktroyierter "Diktatfrieden" quittiert wurde.
Vom Reich zur Republik: Gewaltfrieden 2(2)
Vom Reich zur Republik: Die Konterrevolution - Der Kapp-Lüttwitz-Putsch
Das Dokumentarspiel schließt direkt an die Produktion "Gewaltfrieden - Die Legende vom Dolchstoß und der Frieden von Versailles" an und rekonstruiert die Umstände, die zum ersten, zunächst erfolgreichen Staatsstreich gegen die Weimarer Republik geführt haben.
Der Kapp-Lüttwitz-Putsch vom März 1920 ist ein weitgehend vergessenes Kapitel deutscher Geschichte. Zu Unrecht. Denn der Versuch, die erste deutsche Demokratie schon eineinhalb Jahre nach ihrer Entstehung wieder zu ersticken, scheiterte am demokratischen Bewusstsein ihrer Bürger.
Verschwörung gegen die Republik Teil 1(2) Das Attentat auf Matthias Erzberger
Er ist einer der meistgehassten Männer der Weimarer Republik : der Politiker Matthias Erzberger. Denn er hat am Ende des Ersten Weltkrieges seine Unterschrift unter das Waffenstillstandsabkommen gesetzt und die Friedensverhandlungen geführt.
Verschwörung gegen die Republik Teil 2(2) Der Mord an Walther Rathenau
Berlin, 24. Juni 1922. Hinter Walther Rathenau, dem deutschen Außenminister, liegt eine lange Nacht: Bis in die frühen Morgenstunden hat er mit dem amerikanischen Botschafter konferiert. Zur gleichen Zeit wartet in einer Seitenstraße der Königsallee ein Wagen mit drei jungen Männern. Die ehemaligen Offiziere sind Mitglieder der „Organisation Consul“, eines Geheimbundes, der den Sturz der Republik zum Ziel hat. Für sie ist Walther Rathenau, der sich für den Ausgleich mit den einstigen Gegnern einsetzt, ein Vaterlandsverräter. Schüsse fallen, eine Handgranate fliegt. Rathenau stirbt in den Armen einer Krankenschwester, die zufällig am Tatort ist
Hitler und Ludendorff - Der Gefreite und der General 1/3 An der Front
Beide erleben den Ersten Weltkrieg, doch in völlig unterschiedlichen Positionen: Adolf Hitler als einfacher Meldegänger, Erich Ludendorff als fast allmächtiger Generalquartiermeister. In erbittertem Kampf verheizten die Militärs beider Seiten Hunderttausende Soldaten in immer neuen Schlachten. Die blutgetränkten Schützengräben an der Somme und bei Verdun wurden zum Symbol des Gemetzels, das unermessliches Leid über Europa brachte.
Hitler und Ludendorff - Der Gefreite und der General 2/3 Der totale Krieg
Er gilt als das strategische Mastermind der deutschen Militärs des Ersten Weltkriegs und förderte nach der Niederlage 1918 den Aufstieg Adolf Hitlers: Erich Ludendorff war der engste Mitarbeiter von Feldmarschall Paul von Hindenburg, machte 1914 den Sieg der kaiserlichen Armeen in der Schlacht von Tannenberg möglich. Doch der frühe Erfolg ließ ihn größenwahnsinnig werden. 1916 übernahm er als heimlicher Herrscher in Generalsuniform faktisch die Macht in Deutschland. Als sich die Träume der Militärs 1918 in Luft auflösten, ließen Ludendorff die Nerven im Stich und er wurde fallen gelassen …
Hitler und Ludendorff - Der Gefreite und der General 3/3 Der Putsch
Von 1914 bis 1918 tobte der Erste Weltkrieg. Auf deutscher Seite mit dabei waren Adolf Hitler und Erich Ludendorff, der eine als einfacher Meldegänger und der andere als fast allmächtiger Generalquartiermeister. Ludendorff war für die traumatische Niederlage verantwortlich und erfand die "Dolchstoßlegende". Viele Deutsche glaubten, ihre Söhne, Ehemänner und Kameraden seien von Defätisten in der Heimat verraten und an der Front geopfert worden.
Der Hitler-Ludendorff-Prozess
Dokumentarspiel 1971
Rosa Luxemburg und die Freiheit - Radikale Kämpferin
Seit ihrer Jugend war Rosa Luxemburg davon überzeugt, dass sich die Welt verändern muss. Ihren Traum von einer sozialistischen Revolution wollte sie verwirklichen, zunächst in der SPD, später in der von ihr mitgegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands. Doch die Revolution scheiterte. Am 9. November 1918 brach in Deutschland tatsächlich eine Revolution aus - doch sie endete letztlich mit der Verabschiedung der neuen Weimarer Verfassung.
Geschichte Mitteldeutschlands - Karl Liebknecht – Der Märtyrer der Revolution
Karl Liebknecht gehört, neben Rosa Luxemburg, zu den herausragenden Akteuren der Revolution von 1918/19. Tausende hatten ihm am 9. November 1918 zugejubelt, als er vom Balkon des Berliner Hohenzollern-Schlosses die „freie sozialistische Republik“ ausrief. Da war der geborene Leipziger der große Held, der das Schicksal der Deutschen in seinen Händen hielt – wenigstens für einen Moment. Die Menschen liebten ihn, den einzigen deutschen Politiker, der den Krieg von Beginn an verurteilt hatte und dafür sogar im Zuchthaus saß. Er war das strahlende Symbol der Revolution, die den verhassten Kaiser hinweggefegte. Sechs Tage später starb er, allein, ermordet von seinen Feinden.
Ernst Tählmann - Wie er wirklich war
Thälmanns Leben ist Legende und wie bei einer "echten" Heiligenlegende ist nicht alles falsch, was geschrieben steht. Die "Geschichte Mitteldeutschlands" startet den Versuch, das Leben von Thälmann ganz unvoreingenommen zu erzählen, auf Basis aller Quellen, die seit der Öffnung von Berliner und Moskauer Parteiarchiven wieder zugänglich sind - Dokumente, die lange streng unter Verschluss gehalten wurden, weil sie nicht zur Legende passten. Zutage treten die verschlungenen Lebenspfade eines Menschen, der Bedeutendes leistete, aber auch Fehler beging, von denen einige sehr schwer wiegen. Es geht darum, dem Menschen und Politiker Thälmann gerecht zu werden, ihn als Kind seiner Zeit wahrzunehmen und sein Leben filmisch nachzuzeichnen. War Thälmann wirklich nur eine willenlose Marionette im Intrigenspiel des Josef Stalin oder war er doch der große Arbeiterführer und heldenmütige Kämpfer gegen den Faschismus, wie es viele bis heute glauben?
Vom Reich zur Republik - Die Machtergreifung
Deutschland im Jahr 1932. Die Folgen des Zusammenbruchs der Weltwirtschaft lasten schwer auf der Weimarer Republik: Massenarbeitslosigkeit, Armut, Dauerregierungskrise. Nutznießer der instabilen Demokratie sind radikale Gruppen von links und rechts, die mit ihren autoritären Programmen milieuübergreifend beträchtliche Wahlerfolge feiern. Es kommt zu erbitterten Machtkämpfen, auch innerhalb der Parteien. Vor allem einer kann von diesem Zustand profitieren: Adolf Hitler.
Rede Otto Wels SPD am 23.03.1933 gegen das Ermächtigungsgesetz
Wels war seit 1919 bis in die Zeit der Exil-SPD während der Herrschaft der Nationalsozialisten SPD-Vorsitzender. Von 1912 bis 1918 war er Abgeordneter des Reichstags des Deutschen Kaiserreichs, 1919 bis 1933 Abgeordneter des Reichstags der Weimarer Republik. Er ging als derjenige Reichstagsabgeordnete in die Geschichte ein, der am 23. März 1933 in der letzten freien Reichstagsrede auf der Reichstagssitzung in der Berliner Krolloper gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten argumentierte und die Ablehnung durch die SPD begründete. (Quelle Wikipedia)
Am 7. April 1919 greifen Arbeiter- und Soldatenräte nach der Macht. Doch weil sich die Kommunisten nicht anschließen, ist die junge Republik von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Von Heiner Effern
Falschnachrichten zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung sind zur Waffe geworden. Historiker sehen Parallelen zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Von Georg Ismar
Liefern die Alliierten nicht baldmöglichst Lebensmittel an Deutschland, droht der Versorgungskollaps. In der Nationalversammlung wird darüber diskutiert, wer an der Misere schuld ist.
Am 6. Februar 1919 tagte erstmals die deutsche Nationalversammlung - im beschaulichen Weimar statt in der Hauptstadt. Es war keine Flucht aus Berlin: Die Entscheidung für die thüringische Provinz hatte andere, gute Gründe. Von Heiko Holste
Q. meint: Welchen Verlauf hätte wohl das Nachkriegsdeutschland genommen, wenn die Deutschen über die Gründung der Weimarer Republik, deren Verlauf und das unrühmliche Ende aufgeklärt worden wären und - welche Parteien bzw. Politiker (Thoedor Heuss z.B.) sie am 24.03.1933 durch das Ermächtigungsgesetz Hitler ans Messer geliefert haben? Wie wären die Studentenunruhen verlaufen, wenn die 68er ebenfalls darüber im Bilde gewesen wären? Hätte es sie womöglich überhaupt nicht gebraucht? Es ist daher allerhöchste Zeit, einen möglichst objekten Blick auf die Ereignisse jener Zeit zu werfen, denn die Schatten der Geschichte lasten noch immer bleischwer auf der Gegenwart.
Tausende Diplomaten und Staatenlenker trafen sich 1919 an der Seine. Doch die wichtigsten Entscheidungen fielen im kleinen Kreis, dem Rat der Vier.Von Kersten Knipp
Lange wurden Feministinnen verhöhnt, schikaniert, diffamiert - dann durften Frauen in Deutschland am 19. Januar 1919 erstmals wählen. Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann waren das wohl mutigste Paar der Frauenbewegung. Von Katja Iken
Sie stritt lange bevor Frauen wählen durften mit gestandenen Arbeiterführern um den Kurs der SPD und agitierte im Ersten Weltkrieg gegen Militarismus: Rosa Luxemburg. Als sie nach Kriegsende von einer verwilderten Soldateska ermordet wird, hat die deutsche Linke eine Märtyrerin - bis heute. Wie aber starb Rosa Luxemburg? Wer sind die Täter?
Sie war doktrinär, liebte Fehden, lag manchmal richtig, sehr oft auch falsch. Dennoch, oder deswegen, ist Rosa Luxemburg eine ideale Identifikationsfigur der Linken.
Am 15. Januar jährt sich die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum hundertsten Mal. Hatte ein Sozialdemokrat etwas damit zu tun? SPD-Chefin Andrea Nahles überrascht mit einem Eingeständnis. Von Uwe Soukup
SPD-Chefin Nahles lehnt es nach SPIEGEL-Informationen ab, dass ihre Partei Verantwortung für die Ermordung von KPD-Mitbegründerin Rosa Luxemburg im Jahr 1919 übernimmt. Jüngst hörte sich das noch anders an.
Q. meint: Welches Interesse hätte die SPD am Tod von Rosa Luxemburg haben sollen? Obendrein war vorhersehbar, welches Echo die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht haben würde. Daran konnten nur die Feinde der Demokratie, die Feinde der Weimarer Republik ein Interesse haben. Daher ist genau hier das Motiv für die abscheuliche Tat zu suchen.
Die SPD will zur Jahreswende 1918/19 die Revolution in Deutschland beenden - für die Linksradikalen geht es erst richtig los. Rückblick auf einen blutigen Winter. Von Robert Probst
Kurz nach dem Ersten Weltkrieg forderten die Bergarbeiter höhere Löhne und Mitbestimmung. Sie traten in den Generalstreik – und sahen sich plötzlich Soldaten gegenüber.
Vor 100 Jahren: Die erste deutsche Volksregierung aus SPD und USPD erreicht in den sieben Wochen ihres Bestehens einiges. Aber sie lässt doch zu viel alte Obrigkeit bestehen - mit fatalen Folgen. Von Robert Probst
Kein Blatt ist während der deutschen Revolution 1918/19 wichtiger und damit auch umkämpfter als das "Zentralorgan" der SPD. Über Erfolg oder Misserfolg der jungen deutschen Demokratie entscheidet auch der "vorwärts".
Am 12. November 1918 wird in Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt. Die Wegbereiterinnen, ihr jahrzehntelanges Ringen und die Lage in der Bundesrepublik 100 Jahre später: ein Überblick. Von Jana Anzlinger, Katharina Brunner und Benjamin Reibert
Vor 100 Jahren wurde in Deutschland die Republik ausgerufen. Es ist zusammen mit dem Mauerfall ein Tag zum Feiern - allen Katastrophen zum Trotz, die auch auf diesen 9. November fallen. Kommentar von Heribert Prantl
Mit der Novemberrevolution entsteht vor 100 Jahren Deutschlands erste Demokratie. Der Bundespräsident nennt sie einen Aufbruch in die Moderne. Seine Bundestagsrede im Wortlaut.
Am 9. November erreicht die Freiheitsbewegung Berlin. Den protestierenden Arbeitern und Soldaten haben die alten Gewalten nichts entgegenzusetzen. Doch für die neue Regierung
Q. meint: Feiern wir endlich die Partei, die wie keine andere für Demokratie und Meinungsfreiheit steht bis auf den heutigen Tag wie keine andere. Es hat schon einen tiefen Grund, dass die Parteien, die damals die Demokratie offen oder verdeckt bekämpft haben, sich heute anders nennen. Vor allem diejenigen, die am 24. März 1933 die Demokratie endgültig beerdigt haben. Das sind die wahren Verräter am deutschen Volk und das nicht zum ersten Mal in der deutschen Geschichte. Dass diejenigen ein Ende der SPD als "Volkspartei" herbeisehnen, liegt auf der Hand. Hoffentlich kriegt das die SPD-Basis mal auf die Reihe.
Vor 100 Jahren meutern die kriegsmüden Matrosen, das Kaiserreich stirbt den Erschöpfungstod, die Revolution verläuft unblutig. Ein positiver Gründungsmythos ist mit dem 9. November lange nicht verbunden gewesen - doch das scheint sich gerade zu ändern. Von Robert Probst
Die Demokratie ist nicht erst dann in Gefahr, wenn Autoritäre die Macht ergreifen. Ihre Erosion beginnt mit Tabubrüchen. Das lehren die Jahre von Weimar. Ein Gastbeitrag von Shimon Stein und Moshe Zimmermann
Gigantische Amüsiertempel, die Tanzsensation Josephine Baker, Koks und Prostitution - ab 1918 tobte in Berlin das verruchteste Nachtleben der Welt. Und es war die Hauptstadt des Verbrechens. Von Nathalie Boegel
Viele Krisenherde, jede Menge Unvernunft: Die weltwirtschaftliche Stimmung trübt sich ein. Gerade Deutschland steht ein übles Erwachen bevor - und die Politik hat kaum Möglichkeiten gegenzusteuern. Eine Kolumne von Henrik Müller
SPD-Mitglied Steve Hudson unterstützt Sahra Wagenknechts Sammlungsbewegung. Er erhofft sich davon einen neuen Schub für linke Politik. Yannick Haan widerspricht.
Q. meint: Die sogenannte "Linke" links von der SPD in der Weimarer Republik. Wie sich die Bilder gleichen. Ist ja kein Wunder, ist ja immer alter Wein in neuen Schläuchen!
Im Aslystreit zwischen der CDU und CSU warnt Herfried Münkler die Parteien vor "Prinzipienreiterei und Zockertum". Die Gefahr einer Spaltung der Union sei nicht gebannt, so der der Politologe im Interview mit dem stern.
Am 28. Juni 1928 übernimmt die SPD in einer großen Koalition Regierungsverantwortung. Es ist die letzte demokratisch gewählte Regierung der Weimarer Republik. Thomas Horsman
Rüdiger Barth und Hauke Friederichs schildern in einer "dokumentarischen Montage" Adolf Hitlers Machtübernahme - mit Fokus auf Hinterzimmer-Intrigen. Rezension von Robert Probst
Drohender Handelskrieg, Populisten in Italien: Auf uns alle kommen schwierige Zeiten zu. Doch in Deutschland macht sich eine erschreckend selbstgerechte Art breit, alle Mitschuld an den Wirren der Welt abzustreiten. Eine Kolumne von Thomas Fricke
Otto Wels hielt am 23. März 1933 die letzte freie Rede im Reichstag - es wurde die Totenrede der Weimarer Demokratie. Erinnerung an einen demokratischen Helden. Von Joachim Käppner
Schreie dringen 1921 nachts aus einer Berliner Wohnung. Als die Polizei die übel zugerichtete Frau entdeckt, fällt ein Beamter in Ohnmacht. Es ist einer der spektakulärsten Kriminalfälle aus Berlins wildesten Jahren. Von Nathalie Boegel
Der Parlamentarismus von Weimar war dem Konzernchef Fritz Thyssen von Anfang an suspekt. Er hielt damit auch im Ausland nicht hinter dem Berg, im Urteil der „Frankfurter Zeitung“ eine „unerhörte Geschmacklosigkeit“. Auch die von Gustav Stresemann betriebene Verständigungspolitik lehnte er ab.
Der Konservative unterzeichnete am 1918 den Waffenstillstand zwischen den Westmächten und Deutschland - darum ermordeten ihn später Rechtsradikale. Wer war Matthias Erzberger?
Die Große Koalition droht zum Normalfall zu werden. Im Jahr 1917 war die gemeinsame Regierung von Christ- und Sozialdemokraten noch eine Sensation - ein Rückblick.
Wie konnte die radikale Rechte nach dem Ersten Weltkrieg so schnell aufsteigen? Historiker Robert Gerwarth über faschistische Bewegungen und die Unterschiede zu heutigen Rechtspopulisten in Europa und den USA. Ein Interview von Uwe Klußmann und Dietmar Pieper
Endlich wird in Berlin mit Matthias Erzberger und Otto Wels zweier großer Patrioten der Weimarer Republik gedacht. Zu verdanken ist das dem Bundestagspräsidenten.
Das Amt wird ihn vernünftig machen, sein Kabinett ihn zähmen. Eine Diktatur? Undenkbar. Kaum jemand ahnte 1933, was Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler bedeutete.
Der britische Historiker Ian Kershaw analysiert die blutigen Jahrzehnte zwischen 1914 und 1949. Dabei wird deutlich, wie gerade das Deutsche Reich Europas Höllensturz mutwillig herbeiführte.
Der Historiker Paul Nolte erkennt in Deutschland heute eine "quasi-revolutionäre" Unruhe - ähnlich wie vor der Machtergreifung Hitlers. Systemverächter bedrängten die Demokratie.
Rauchende Schlote, harte Malocher und Kinder, die sich einen Panzer bauten: Hunderte Fotos schoss Erich Grisar Ende der Zwanziger im Ruhrgebiet. Eine grandiose Alltagsdokumentation.
Hohe Reparationen, Demilitarisierung, Gebietsabtretungen: Die Historikerin Margaret MacMillan erklärt, warum die Friedensordnung von 1919 besser war als ihr Ruf.
Q. meint: Zur Geschichte der CDU gehört auch deren Vorgeschichte. Gerade weil die wenig rühmlich ist, kam es zur Gründung der CDU. Allerdings trifft der Begriff Umbenennung auf den Sachverhalt weitaus treffender zu, denn die große Mehrheit der Zentrumspolitiker, die Partei wurde im Jahr 1933 aufgelöst, fand den Weg in die CDU; auch weil die Neugründung der (Deutschen) Zentrumspartei nach 1945 scheiterte. Es ist daher festzustellen, dass jene Politiker, die das deutsche Volk am 24.03.1933 Adolf Hitler ans Messer geliefert haben, unmittelbar nach Kriegsende 1945, die Deutschen mit dem Leitspruch "Aus heißer Liebe zum deutschen Volk" wiederum erfolgreich geködert haben!!!!
Am 30. Januar 1933 Jahren ist Adolf Hitler zum Reichskanzler berufen worden. Aufnahmen dokumentieren den Beginn der nationalsozialistischen Tyrannei, die in Krieg und Völkermord endete.